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DIE SITUATION Das Fernglas ist für Tierbeobachtung und Jagd die meistgebrauchte "Optik". Man erhält ihn beim Optiker, beim Büchsenmacher, und im Handel. Diese Aufsplitterung bringt dem Konsumenten nicht nur Vorteile. Der Optiker versteht im allgemeinen viel vom Auge, vom Sehen und von Ferngläsern. Jagd und Tierbeobachtung können sein Hobby sein, gehören aber nicht zu seiner beruflichen Ausbildung. Der Handel betrachtet die Ferngläser (bzw. Feldstecher) als eine Ware unter vielen anderen. Er überdeckt die nicht vorhandene Sachkenntnis mit klingenden Phrasen und überlaut formulierten Preisangaben. Der Konsument ist alledem voll ausgeliefert. Er steht gerade wegen der massiven Billigpreisreklame und der damit verbundenen Pseudoaufklärung auf verlorenem Posten. Die hier aufgezeigten Orientierungshilfen und Kriterien sind - aus Platzmangel - nicht vollständig und können das Gespräch mit dem Fachmann beim Kauf oder bei der Benützung eines Fernglases nicht ersetzen. Sie sind gedacht als Leitfaden für alle Beteiligten, damit man auch "etwas sieht", denn nur auf gutem Glauben aufgebaut ist schon mancher Fernglaskauf und dessen Benützung zum "Leidfaden" geworden. Die Tierbeobachtung gilt hier als Hauptverwendungszweck, und zwar nicht als "kurzer Touristenblick", sondern über längere Zeit, also über mehrere Minuten und darüber. Außerdem soll das Fernglas auch dann noch eine echte Sehhilfe sein, wenn gewaltige Lichtkontraste zu bewältigen sind, wie zum Bei spiel bei Tieren auf sonnenbeschienenem Schnee, oder wenn in der Dämmerung das freie Auge schon längst "nichts mehr sieht". Die Fernglasdimensionen 7x42,7x50 und eventuell 8x56 haben sich für diesen Zweck am besten bewährt. |
