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AUGE UND SEHEN

Das Sehen ist eine derart komplizierte Angelegenheit, daß es zur Betrachtung in einzelne Teilgebiete zerlegt werden muß.
Grob eingeteilt besteht es unter anderem aus:

  • dem Erkennen kleinster Details (der Sehschärfe)
  • der Scharfeinstellung auf verschiedene Entfernungen (der Akkommodation)
  • der Anpassung an die verschiedenen Helligkeiten (der Adaption)
  • dem sinnvollen Zusammenspiel beider Augen (dem sogenannten Binokularsehen)
  • den Entwicklungs- und Alterserscheinungen
  • den Abweichungen vom Normalzustand (den Ametropien)

All dies funktioniert nicht von Geburt an.Wir müssen schon sechs Jahre lang lernen und üben, um wenigstens in die Volksschule
gehen zu können. Die volle Funktionsfähigkeit erreicht unser Sehen erst um das 14. Lebensjahr, aber auch später ist durch
Dazulernen noch viel zu gewinnen.

Gerade durch die Benützung eines Fernglases kommt ein völlig neues Sehen hinzu, wobei man sich darüber im klaren sein muß,
daß man nicht mit dem Fernglas, sondern durch das Fernglas hindurch beobachtet. Es sind also bei einem guten Fernglas - immer
die eigenen Augen bzw. deren Sehtüchtigkeit die letzte Grenze. Daher ist es gerade in diesem Zusammenhang sinnvoll,
diese Grenzen zu kennen.

Sehtestgeräte bieten die einfachste Möglichkeit, die"gängigen" Sehfunktionen in kurzer Zeit durchzuchecken.
Man erfährt auf diese Weise in wenigen Minuten

  • "wie scharf" man grundsätzlich sehen kann
  • ob man auf beiden Augen "gleich gut" sieht
  • ob beide Augen "miteinander" funktionieren und ob eine Fehlsichtigkeit vorliegt oder nicht

Dem Fachmann gibt dies bereits die elementaren Hinweise, welchen Anforderungen der Feldstecher bezüglich

  • Schärfe
  • Kontrast
  • Plastik
  • Justierung
  • Brillenträgerokular

In Zusammenwirkung mit "dem Auge" des Benützers gerecht werden müßte, damit der Benützer nicht nur im ersten Moment, 
sondern auch noch nach Jahren seine Freude am Fernglas hat.


Feldstecher